Gemeinsam Zukunft gestalten – Starke Rückmeldungen für das Bündnis Pflege.Auf.Stand RLP!

Das Echo war gewaltig! Gut vier Jahre nach der ersten Aktion des Bündnisses Pflege.Auf.Stand Rheinland-Pfalz (PFAUSTA) haben zahlreiche unterstützende Parteien, Organisationen und Initiativen erneut bekräftigt, dass sie den Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege und eine solidarische Gesundheitsreform weiter mittragen.

Vier Jahre sind vergangen, seit sich das Bündnis, mit ver.di als Unterstützerin und beratender Kraft, zusammengefunden hat. Vier Jahre, in denen Pfausta sich unermüdlich für bessere Bedingungen im Gesundheitswesen stark und auf den Pflegenotstand aufmerksam gemacht hat. Was einst als Initiative einer Gruppe engagierter Fachkräfte begann, die sich nicht länger mit den Missständen in der Pflege abfinden wollten, ist heute eine bedeutende Bewegung in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Dank der Unterstützung aller und mit zahlreichen gemeinsamen Aktionen, u.a. wie der „Tour de Pflege“, Flashmob zum „Tag der Pflege“, Demo-Beteiligung zum 8. März in Mainz, Standaktionen zum 1. Mai auf der DGB Kundgebung sowie zum Pflegetag RLP, Fachgesprächsreihe mit zwei unserer Ministerien, konnte das Bündnis in der breiten Öffentlichkeit und im Landtag Gehör finden und ihre Forderungen sowie Dialogbereitschaft deutlich machen.

Die Krise in der Pflege und auch im Bereich der Geburtshilfe ist keine Randerscheinung, sondern ein Symptom gesellschaftlicher Schieflagen und einer Priorisierung wirtschaftlicher Interessen über das Wohl der Menschen.

Die Folgen des Pflegenotstands sind für uns alle spürbar:

– Längere Wartezeiten in Notaufnahmen und Überfüllung der Stationen aufgrund von Personalengpässen und der zunehmenden Zentralisierung der Gesundheitsversorgung.

– Ein Mangel an persönlicher Betreuung und Zuwendung, die für Patient*innen im Heilungsprozess unverzichtbar ist.

– Besonders dramatisch zeigt sich die Lage in der Psychiatrie, wo Zeit und Empathie unverzichtbar sind, aber durch die hohe Arbeitsverdichtung kaum noch geleistet werden können.

Der Pflegenotstand betrifft nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Patient*innen – Menschen, die auf eine verlässliche und menschliche Gesundheitsversorgung angewiesen sind. Die Situation hat sich trotz zahlreicher Reformen nicht verbessert, und die Herausforderungen werden weiter zunehmen. Das Bündnis braucht mehr denn je die Solidarität der Unterstützer*innen, um für eine gerechte Gesundheitsversorgung einzutreten und den Forderungen Nachdruck zu verleihen:

1. Mehr Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – verbindliche Vorgaben incl. Sanktionsmöglichkeiten gegenüber den Arbeitgebern, statt leere Versprechungen.

2. Faire und tarifliche Bezahlung für Pflegekräfte, um den Beruf langfristig attraktiv zu machen.

3. Abschaffung des DRG-Systems und Einführung einer bedarfsgerechten Finanzierung, die die Gesundheit in den Vordergrund stellt, nicht den Profit.

4. Gesundheit als Menschenrecht: Jede*r in Deutschland sollte Zugang zu einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung haben.

5. Stärkung präventiver Maßnahmen und Unterstützung für pflegende Angehörige durch finanzielle Hilfen, Schulungen und Entlastungsangebote.

Das gemeinsame Ziel ist es, ein Gesundheitssystem zu gestalten, das die Bedürfnisse der Menschen über die Interessen großer Konzerne stellt. Der Pflegenotstand ist kein Problem, das nur die Pflegekräfte betrifft – er ist eine Herausforderung für uns alle, eine Frage der Menschlichkeit und Gerechtigkeit.

Im Bündnis Pflege.Auf.Stand RLP bieten die Aktiven eine Plattform, um Forderungen zu formulieren, gemeinsam Lösungen zu finden und so die Bedingungen für die Kolleg*innen und vor allem für die Patient*innen zu verbessern, die auf unsere Solidarität angewiesen sind.

Solidarität und Engagement für die Pflege

Pfausta fragte nach – wie sieht die Lage heute in den Einrichtungen aus? Was kommt mit der geplanten Gesundheitsreform auf uns zu? Die weitere Unterstützung wäre ein starkes Zeichen für Solidarität und den dringenden Reformbedarf im Gesundheitswesen.

Die Resonanz auf die gestellte Anfrage war beeindruckend. Zahlreiche Organisationen haben mit klaren Statements bestätigt, dass sie auch in Zukunft Teil des Bündnisses bleiben. So betont Bündnis 90/Die Grünen Rheinland-Pfalz: „Wir sind sehr gerne und aus voller Überzeugung auch weiterhin dabei.“

Auch der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland meldet sich mit klarer Zustimmung:„Nach Rücksprache mit unserer Vorsitzenden kann ich dir mitteilen, dass wir als DGB Rheinland-Pfalz/Saarland gerne weiterhin Teil des Bündnisses sind.“

Der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz e. V. unterstreicht die Notwendigkeit unseres Engagements: „Wir unterstützen das Bündnis gerne auch weiterhin ideell und freuen uns über Informationen zu geplanten Aktionen.“

Breite Unterstützung aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen

Es freut PFAUSTA besonders, dass auch zahlreiche weitere Gruppen ihr Bekenntnis zu Pflege.Auf.Stand bekräftigen. So erklären die Omas gegen Rechts und der Kreisverband Mainz/Mainz-Bingen, dass sie weiterhin hinter unserem Bündnis stehen.

Der GMDW-Pfalz fasst seinen Entschluss zur weiteren Unterstützung in klare Worte: „Wir halten es für unverzichtbar, dass sich das Bündnis auch in Zukunft für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege im Interesse der Pflegenden, aber auch der zu Pflegenden einsetzt.“

Auch die SDAJ RLP bekräftigt ihr Engagement: „Wir möchten weiterhin PFAUSTA unterstützen – unsere Nachricht ist wohl untergegangen, also nochmal ganz offiziell hier!“ Besonders erfreulich ist die Rückmeldung der DKP Rheinland-Pfalz, die mit einem offiziellen Beschluss ihre weitere Unterstützung zusichert.

Keine Rückmeldung gab es leider von der Pflegekammer RLP.

Weiter gemeinsam für eine bessere Zukunft in der Pflege!

Die breite Unterstützung bestätigt: Der Einsatz der gewerkschaftlich geprägten Kolleginnen und Kollegen für bessere Bedingungen in der Pflege sowie im Gesundheitswesen bleibt unverzichtbar. Mit diesem starken Rückenwind blicken alle voller Tatendrang auf kommende Aktionen und laden weitere Engagierte auch am Tag der Pflege online ein, weiterhin gemeinsam für notwendige Verbesserungen zu kämpfen.

Ein riesiges Dankeschön an alle Unterstützerinnen und Unterstützer – gemeinsam setzen wir ein kraftvolles Zeichen für die Pflege!

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